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Meine CGI-Geschichte und die Menschen dahinter

Hinter einem CGI-Bild (CGI=Computer-Generated-Imagery) steckt jede Menge Arbeit und Technologie. Und Menschen.

Vergleichen kann man die 3D-Computeranimation mit all ihren Gesichtern vielleicht mit dem Handwerk eines Bildhauers. Oder eines Rechtsmediziners. Vielleicht auch ein wenig mit den Aufgaben eines Regisseurs oder Schauspielers. Genau so sind die Malerei und das Zeichnen Teil vom Job. Nicht zu vergessen sind die Sparten Bauarbeiter und Gartenlandschaftsgestalter. Und ganz wichtig natürlich die technische Seite wenn es darum geht, komplexe System zu programmieren um Simulationen zu erstellen. Naja, mehr oder weniger so kann man sich die 3D-Computeranimation vorstellen. ?

Ich hab in den letzten Jahren mit fantastischen Menschen zusammen arbeiten und vor allem, lernen dürfen. Erwähnt sei da zuerst Richard Sako der mir überhaupt erst ermöglicht hat diesen Beruf kennen und lieben zu lernen. Auch die Menschen rund um die Firmen AchtfeldPlaymedia und Kulturcheck (gibts nicht mehr) haben mir in den Lehrjahren wahnsinnig
viel beigebracht. Eine bessere Umgebung um sich im Bereich Medien auszutoben, bietet wahrscheinlich nur Silicon Valley.

Ganz besonders inspiriert hat mich die Zusammenarbeit mit einem Wissenschaftler der sich auf Gletscher spezialisiert hat.
Mit Leidenschaft und Hingabe hat er uns erzählt, wie die Eiszeiten unsere wunderschöne Mutter Erde geformt haben. Seit dem sehe ich die Welt mit anderen Augen und jeder Fels an der Küste erzählt eine Geschichte, Gebirge lassen mich träumen und der Ozean mit seiner gigantischen Kraft gibt mir Mut, Neues auszuprobieren.

Zusammen mit Projector23 habe ich an mehreren Folgen Terra X für das ZDF mitgewirkt. Landschaften bauen, Techniken entwickeln und viele, lange Abende sind ein Teil der Arbeit rund um den Tierfilmer Andreas Kieling und sein Team. Das Resultat sind Dokumentationen, die Geschichten erzählen. Die Filme sind in der ZDF Mediathek zu finden.

Die Streckengrafiken für den Biathlon Worldcup die im RBB ausgestrahlt werden, waren eine neue Herausforderung: riesige Landschaften mit zig-tausenden Bäumen und Objekten haben ein umdenken in der Planung vorausgesetzt. Mit jedem Jahr wurden die Strecken schicker und die Landschaften präzieser. Unser Wissen im Bereich der Geographischen Informationssysteme (GIS)stieg an und braucht sich heute nicht mehr vor großen Produktionen zu verstecken. Es ist wahnsinnig interessant, was einem Applikationen wie QGIS über die Erde beibringen können. Statistiken die zeigen, in welchem Gebiet die Geburtenrate am höchsten ist, wo es das meiste Gold zu holen gibt oder sich Permafrost befindet – all das kann man in solch einer Software entdecken und verarbeiten. Ich bin begeistert und kann jedem nur empfehlen, sich mal in solch einem Programm auszuprobieren.

Auf dem Bild sieht man die Anatomie eines 3D Models was es leider nicht in die finale Produktion geschafft hat. Dafür hat das Äffchen jetzt seinen Platz auf meiner Seite und verstaubt nicht in der virtuellen Schublade.